Form Follows Function

Es gilt die Regel ‚form follows function’: das Liefern korrekter Zahlen ist Pflicht, das Einhalten millimetergenauer Layoutvorstellungen wird pragmatisch den konkreten Möglichkeiten der Entwicklungsumgebung unterworfen, soweit dies fachlich möglich ist.

Der Anwendertest erfolgt permanent im Wechsel mit iterativen Entwicklungsschritten, bis die Fachabteilung ihr OK signalisiert. Gegenüber klassischen Entwicklungsmodellen hat dieses Vorgehen den Vorteil, daß sich leicht eine Balance zwischen den 100 %-Anforderungen der Fachbenutzer und dem konkreten Entwicklungsaufwand finden läßt.

Dieser pragmatische Ansatz trägt der Erfahrung Rechnung, daß bei dem Versuch, eine design­orientierte Komponente wie z. B. einen Report zu 100 % mit einem detaillierten Pflichtenheft in Einklang zu bringen, oft ein irrational hoher Zeitaufwand im Vergleich mit dem noch zu erzielenden Zusatzbenefit einhergeht. Wenn die Fachabteilung bei 100 % inhaltlicher Korrektheit und 80 % des ursprünglich gewünschten Layouts ihr OK gibt, kann oft ein wesentlicher Teil dieses Aufwandes eingespart werden

© Jürgen Moeck 2014

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